Erbrecht in Rüsselsheim

Das Erbrecht gewinnt gerade in jüngster Zeit zunehmend an Bedeutung

In der Nachkriegszeit wurde Geld- und Sachvermögen geschaffen, das jetzt auf die Erbengeneration übergeht.
Zunehmend stehen daher Menschen – vor allem ältere Menschen – erbrechtlichen Fragen gegenüber. Sie müssen sich – vor dem Erbfall – mit Fragen der Gestaltung der Erb- und Vermögensnachfolge befassen und – nach eingetretenem Erbfall – mit der Regelung erbrechtlicher Ansprüche, und zwar einerseits mit deren Durchsetzung, andererseits mit deren Abwehr.

Den Erbfall regeln

Vielfach ist der Gedanke des Erblassers vorherrschend, dass der Ehepartner geschützt werden muss und die Abkömmlinge angeleitet werden sollen. Das Erworbene soll Bestand behalten, denn es ist häufig das Ergebnis einer Lebensleistung.

Das Erbrecht des bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) respektiert diese Gedanken. Es erlaubt dem Bürger, über sein Vermögen auch für die Zeit nach seinem Tod zu verfügen. Er kann das tun, er muss es aber nicht. Das BGB enthält ausgeklügelte Regelungen, wer die Erbschaft bekommt, wenn der Verstorbene (Erblasser) keine Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag) hinterlassen hat.

Fraglich ist allerdings, ob die gesetzliche Erbfolge, wie sie sich aus dem BGB ergibt, noch dem Rechtsgefühl der Mehrheit der Bürger entspricht; sie begünstigt einseitig die Abkömmlinge, Kinder und Kindeskinder und stellt den Ehegatten hintan. Es wird daher darüber nachzudenken sein, ob man über sein Vermögen durch Verfügung von Todes wegen über den Tod hinaus (gewillkürte Erbfolge) disponieren sollte.

Streitigkeiten im Erbfall vorbeugen

Regelungen können sich auch dann empfehlen, wenn der Nachlass gleichmäßig unter den Kindern aufgeteilt werden soll, denn die Abkömmlinge werden später eine Erbengemeinschaft bilden, bei der es leicht zu Streitigkeiten kommen kann. Dies kann durch geeignete Regelungen verhindert werden.

Wichtig ist auch: Eine Bindung durch ein Testament tritt im Allgemeinen nicht ein. Der Verfasser eines Testamentes kann seine letztwillige Verfügung jederzeit aufheben, verändern oder vernichten, dabei ist er niemandem Rechenschaft schuldig. Und schließlich: Durch ein Testament wird das Recht des Testierenden, zu Lebzeiten über sein Vermögen zu verfügen, in keiner Weise eingeschränkt.

Die gesetzlichen Regelungen des Erbrechts sind schwierig und können häufig ohne fachkundige Hilfe nicht gelöst werden. Bei falscher oder gar unterlassener Lösung kann dies zu weitreichenden wirtschaftlichen und oft auch persönlichen Konsequenzen führen. Eine umfassende Beratung zur Regelung der Erbfolge sowie die rechtliche Begleitung nach Eintritt des Erbfalles rund um den Nachlass ist daher dringend zu empfehlen.

In diesem Zusammenhang sind auch zahlreiche familienrechtliche Auswirkungen auf das Erbrecht zu beachten. Zudem werden erbschaftsteuerrechtliche Fragen, die nicht erst bei der Gestaltung der Vermögensnachfolge eine Rolle spielen, sondern schon bei der Wahl und Modifizierung des Güterstandes behandelt.

Sollte es zur Trennung und Scheidung einer Ehe kommen, sollten zugleich erbrechtliche Fragen angesprochen und gelöst werden. Familien- und Erbrecht sind als ein Rechtsgebiet, das "Familienerbrecht" anzusehen.

Beratung Erbrecht

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